Inhalte aus dem Entwurf der Koalitionsvereinbarung zum Thema „Mietpreisbremse“

Am 24./25.11.2013 wurde die Koalitionsvereinbarung zwischen den Vertretern der SPD und der CDU verabschiedet. Sie beinhaltet u.a. den Regelungsentwurf zur sogenannten „Mietpreisbremse“, der im Koalitionsausschuss „Verkehr, Bau und Infrastruktur“ verhandelt wurde.

Hintergrund der Debatte ist die angespannte Wohnmarktsituation in Agglomerationsteilräumen (insbesondere in Hamburg, München), die in Teilen zu einem deutlichen Anstieg der Mietpreise geführt hat. So wurde in der Hansestadt Hamburg im Jahr 2011 für eine 60 m² WE noch eine durchschnittliche Nettokaltmiete von EUR 8,69/m² Wfl., im Jahr 2012 bereits EUR 9,17/m² Wfl. und im Jahr 2013 bereits EUR 10,39/m² Wfl. gezahlt (Quelle: Mietspiegel Hamburg). Der politische Richtungsvorschlag soll nunmehr den Ländern, in denen angespannte Wohnungsmärkte verzeichnet werden können, die Möglichkeit einräumen für die Dauer von 5 Jahren die Mieterhöhungsmöglichkeit des Vermieters für Wohnraum auf max. 10 Prozent oberhalb der ortsüblichen Vergleichsmiete zu begrenzen. Erstvermietungen in Neubauten sowie Anschlussvermietungen nach umfassenden Modernisierungen sind davon ausgeschlossen. Dabei muss die mögliche Wiedervermietungsmiete mind. der bisherigen Miethöhe entsprechen können. Die Beschränkung der Mieterhöhungsmöglichkeit ist jedoch in bestimmten, durch die Länder ausgewiesenen Gebieten, möglich.

Eine zweite Änderung des Mietrechtsgedankens (n. § 558 BGB) ergibt sich in einem weiteren Vorschlag, der die Erhöhung der Bestandsmieten auf 15 % bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete in den von den Ländern ausgewiesenen Gebieten von 3 auf 4 Jahre ausweitet. Zudem soll die Umlegbarkeit von Modernisierungskosten auf höchstens 10% (ursprünglich 11%) begrenzt werden – längstens bis zur Amortisation der Material- und Handwerkerkosten.

Kritische Stimmen zum Gesetzesvorschlag betonen die verfehlte Steuerungswirkung der „Mietpreisbremse“, die regulierend in das Marktgeschehen eingreift und mit ihren Inhalten neuen und benötigten Investitionsbestrebungen entgegenwirkt. In Konsequenz könnte sowohl die Steuerung der Mietpreissteigerung als auch die Steigerung des Neubauvolumens verfehlt werden.

Städte mit den höchsten Mietpreisen für Wohnungen in Deutschland

Die Mietpreise für Wohnungen in verschiedenen Städten in Deutschland unterscheiden sich deutlich. Tendenziell gibt es dabei (mit Ausnahme von Hamburg) ein Nord-Süd-Gefälle. Einen Überblick zu den Städten mit den höchsten Mietpreisen für Wohnungen in Deutschland im 3. Quartal 2013 (in Euro pro Quadratmeter) gibt folgende Tabelle (Quelle: empirica Miet- und Kaufpreis-Ranking Q3/13). Bitte beachten Sie, dass dies nur Durchschnittspreise sind. Je nach Ausstattung und Lage können durchaus deutlich höhere oder niedrigere Mieten in diesen Städten erzielt werden.

Werte
München 13,85
Frankfurt am Main 11,98
Stuttgart 11,46
Hamburg 11,17
Freiburg im Breisgau 10,64
Wiesbaden 10,51
Düsseldorf 10,39
Mainz 10,38
Darmstadt 10,31
Heidelberg 10,22

Nebenkosten beim Immobilienkauf

 Der Traum von der eigenen Immobilie, sei es als Altersvorsorge oder Geldanlage, kann heutzutage mit etwas Geschick schneller als jemals zuvor verwirklicht werden. Fallende Immobilienpreise und unterstützende Kredite der Banken lassen viele Träume wahr werden.
Doch leider ist der angegebene Kaufpreis eigentlich nie der wirkliche Endpreis. Im Bereich der endgültigen Kaufpreisberechnung unterlaufen selbst Profis zeitweise Fehler. Viele Faktoren müssen bereits im Vorfeld bei einem Immobilienkauf mit einkalkuliert werden und werden schnell in der Hektik nicht berücksichtigt. Experten rechnen mit einer zusätzlichen Belastung von 5 bis 10 Prozent, die letztendlich auf den Kaufpreis aufgerechnet werden muss.

In der Regel beginnt die Kostenschraube bereits beim Makler. Die Maklercourtage, gerne schnell übersehen und nicht mit einkalkuliert. Doch auch der Makler würde gerne sein Geld erhalten und der Satz liegt aktuell je nach Makler und Verkaufsgebiet zwischen 5 und 7 Prozent.
Eine weitere sehr kostspielige Note im Bereich der Nebenkosten ist die Position der Notargebühren. Diese liegen augenblicklich bei einem Prozent des Kaufpreises.
Auch der Staat hält sprichwörtlich die Hand auf. Die Grunderwerbsteuer macht zwischen 3,5 und 5 Prozent der angeschlagenen Kaufsumme aus. Des Weiteren kostet auch der Eintrag in das Grundbuch bares Geld.
Natürlich steht ganz zum Schluss noch die Zinsberechnung bei einer Finanzierung ins Haus. Und sollte bald eine Renovierung geplant sein, dann wird es schnell noch mal einige Tausend Euro teurer als ursprünglich angeschlagen.
Immobilienkauf bedeutet auch zusätzliche Nebenkosten beachten. Die perfekte Altersvorsorge sollte Sicherheit bringen und nicht zum Fass ohne Boden werden.







   

Städte mit den höchsten Kaufpreisen für Ein- und Zweifamilienhäuser in Deutschland

Die Kaufpreise für Immobilien sind auch in Deutschland stark von der Lage abhängig. In jeder Stadt gibt es bevorzugte Wohnlagen, wo Immobilien zu besonders hohen Preisen gehandelt werden. Aber auch zwischen Städten gibt es in Deutschland bezüglich der Durchschnittspreise natürlich grosse Unterschiede. So sind Immobilien in München besonders teuer. Die Kaufpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser in Deutschland im 3. Quartal 2013 (in Euro pro Quadratmeter) lagen in München bei rund 6.011 Euro. Ein Haus mit 150qm würde inm München durchschnittlich also mehr als 900.000 Euro kosten. In Darmstadt dagegen - das immer noch zu den 10 Städten mit den höchsten Kaufpreisen für Ein- und Zweifamilienhäuser in Deutschland zählt - beträgt der Preis pro qm nur 3252 Euro.


Die Städte mit den höchsten Kaufpreisen für Ein- und Zweifamilienhäuser in Deutschland im 3. Quartal 2013 (in Euro pro Quadratmeter) sind in der nachstehenden Tabelle zu finden (Quelle: empirica Miet- und Kaufpreis-Ranking Q3/13)
Werte
München 6.011,00
Stuttgart 4.262,00
Freiburg im Breisgau 4.182,00
Düsseldorf 3.760,00
Wiesbaden 3.587,00
Rosenheim 3.501,00
Frankfurt am Main 3.484,00
Karlsruhe 3.325,00
Mainz 3.305,00
Darmstadt 3.252,00




Leerstandsquote von Immobilien (nach Bundesland)

Eine der wichtigsten Kennzahlen auf dem Immobilienemarkt ist die sogenannte Leerstandsquote. Insbesondere Immobilienbesitzer, die auf die Vermietung von Immobilien setzen, müssen sich damit auseinandersetzen, mit welcher Wahrscheinlichkeit ihre Immobilie leer steht und somit keine Rendite in Form von Mietzahlungen einbringt. Die vom Statistischen Bundesamt für das Jahr 2010 veröffentlichen einen Eindruck, wie stark diese Leerstandsquote nach Bundesländern differiert. Während in Sachsen-Anhalt eine Leerstandsquote von 14,8% verzeichnet wird, sind es in Bremen nur 5%.
 
Die Leerstandsquote (in Prozent) von Wohnungen in Wohngebäuden (ohne Wohnheime) in Deutschland nach Bundesland im Jahr 2010 zeigt die folgende Tabelle (Quelle: Statistisches Bundesamt):


Sachsen- Anhalt 14,80
Sachsen 13,50
Mecklenburg- Vorpommern 10,80
Thüringen 10,20
Brandenburg 10,10
Saarland 9,30
Nordrhein- Westfalen 9,00
Rheinland- Pfalz 8,50
Baden- Württemberg 8,40
Bayern 7,90
Berlin 7,50
Hessen 6,70
Niedersachsen 6,00
Schleswig- Holstein 5,40
Hamburg 5,10
Bremen 5,00